3. Oktober – Nachbetrachtung des haekelclub590

Vielen Dank an die zahlreichen Unterstützer*innen und Teilnehmer*innen unserer Demonstration „Kein Raum für Rechts – Nazistrukturen zerschlagen!“. Etwa 300 Menschen sind mit uns im Verlauf des 3. Oktobers gegen den Rechtsruck, die Mobilisierung von rechts und dem sogenannten „Nationalen Zentrum“ der Neonazis auf die Straße gegangen. Wir haben zusammen ein starkes Zeichen für ein solidarisches Miteinander und gegen Rassismus, Sexismus, Nationalismus und Antisemitismus gesetzt.

Redebeiträge und Kundgebung

Die Demonstration startete mit einem Redebeitrag über die antifeministischen und rückständigen Ansichten der Neuen Rechten, vor allem der Populist*innen der AfD. Die feministische Gruppe ultraviolett* setzte sich inhaltlich in ihrem Beitrag mit dem starren traditionellen Familien- und Frauen*bild der AfD auseinander. Über die Ostenallee erreichten wir dann den Kentroper Weg, wo wir in direkter Nähe der Räumlichkeiten der Neonazis auf der Ecke Kentroper Weg/Josef-Wiefels-Straße unsere Zwischenkundgebung starteten. Auf der Kundgebung thematisierte der Redebeitrag des haekelclub590 das Wahlergebnis der AfD in Hamm, den Strategiewechsel der Neonazi-Szene und bekundete Solidarität mit allen Menschen, die keinen Bock auf Neonazis im Fußball oder ihrer Umgebung haben. Zudem zeigten Genoss*innen der Antifaschistischen Linken Münster in ihrem Beitrag über den Kentroper Weg 18 dessen Bedeutung als Vernetzungs- und Veranstaltungsort auf. Sie betonten wie bedeutend die Räumlichkeiten für eine überregional vernetzte Neonazi-Szene sind und wie massiv die Hammer Neonazis im Rechtsrock Milieu verankert sind. Am Bahnhof Hamm berichteten Aktivist*innen von Jugendliche ohne Grenzen über ihre Erfahrungen und betonten die Wichtigkeit eines gemeinsamen Miteinanders. Zum Abschluss der Demonstration problematisierte die Linksjugend solid Hamm in ihrem Redebeitrag den Rechtsruck in der Gesellschaft.

Neonazis und der Kentroper Weg 18

Bei unserer Ankunft zur Zwischenkundgebung in unmittelbarer Nähe der Räumlichkeiten am Kentroper Weg 18 warteten bereits mehrere Neonazis. Sie waren vermummt und präsentierten sich mit einschlägig menschenverachtenden Bannern und Plakaten auf dem Dach des Kentroper Weg 18, sowie in dessen Vorhof. Dabei wurde der klägliche Versuchs gestartet die Umgebung des Kentroper Weges als “Nazikiez” zu markieren und mit etwas erbärmlicher Pyrotechnik begleitet. Bereits im Vorfeld verklebten Neonazis entlang unserer Demonstrationsroute rechte Sticker. Die beim Eintreffen der Demonstration applaudierenden Anwohner*innen zeigten jedoch deutlich, dass das vermeintliche “Nationale Zentrum” sich in keinster Weise in einen vermeintlichen Nazikiez” einbettet. Nichtsdestotrotz sollte die Bedeutung dieser Räumlichkeiten für Neonazis nicht verharmlost werden. Das Verhalten der extremen Rechten vor Ort bestätigt erneut die Relevanz und Symbolhaftigkeit des Treffpunktes für die hiesige Szene und von einem Rückzug der Neonazi-Szene aus Hamm kann nicht gesprochen werden, wie es lokale Medien im Vorfeld unserer Demonstration suggerierten.

(Neonazis auf dem Dach des Kentroper Weg 18)

Fazit

Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Jahr ein starkes und entschlossenes Zeichen gegen rechte Strukturen und Neonazis in Hamm setzen konnten. Wir sind zufrieden erneut ein zivilgesellschaftlich übergreifendes Bündnis geschlossen zu haben, welches unsere Erwartungen übertroffen hat. Dennoch ist aktuell mit der aufstrebenden AfD in Hamm und dem Fortbestehen einer der aktivsten Neonazi-Szenen in Nordrhein-Westfalen noch viel zu tun. Denn Nationalismus, Ausgrenzung und der Hetze gegen Geflüchtete muss widersprochen und mit einer starken Zivilgesellschaft gegenübergetreten werden. Somit bleiben wir dabei, „Kein Raum für Rechts – Nazistrukturen zerschlagen!“

Anreiseempfehlungen

Die Informations- und Mobilisierungsvorträge sind erfolgreich abgeschlossen.

Derweil gibt es für die Demonstration am 3. Oktober aus mehreren Städten Treffpunkte und Anreiseempfehlungen:

Werne: 11:05 Uhr Zugempfehlung Eurobahn nach Dortmund

Bochum: 11:40 Uhr Treffpunkt Hauptbahnhof vor dem Haupteingang

Paderborn: 11:40 Uhr Treffpunkt am Hauptbahnhof

Münster: 11:50 Uhr Treffpunkt Gleis 3, Hauptbahnhof

Dortmund: 12 Uhr Treffpunkt am Hauptbahnhof Nordausgang (vor Cinestar)

Hagen: 12:10 Uhr Treffpunkt am Hauptbahnhof

(Beitrag wird aktualisiert, wenn mehr Empfehlungen dazu kommen)

Falls euch weitere Anreisen, Treffpunkte oder Empfehlungen bekannt sind könnt ihr diese über kontakt@haekelclub590.de dem haekelclub590 mitteilen.

Mobilisierung #2

Wieder sind im Hammer Stadtgebiet Plakate aufgetaucht!

Gerade jetzt nach der gestrigen Wahl und dem starken abschneiden der völkischen AfD ist es umso wichtiger, dass dem eine solidarische Gesellschaft entgegen gesetzt wird.

Kein Raum für Rechts – Nazistrukturen zerschlagen!

3. Oktober 2017 | 13 Uhr | Luisenstraße | Bahnhof Hamm [Westf.]

 

 

Mobilisierungs- und Informationsveranstaltungen!

Anlässlich unserer Demonstration “Kein Raum für Rechts – Nazistrukturen zerschlagen!”, finden drei Mobilisierungs- und Informationsveranstaltungen statt:

– 26. September um 18 Uhr im Parteibüro von Die Linke Hamm (Oststraße 48, 59065 Hamm)

– 27. September um 19 Uhr im Nordpol in Dortmund (Münsterstraße 99, 44145 Dortmund)

– 28. September um 18 Uhr in den Räumlichkeiten des Freygeist e.V. in Münster (Leostraße 16, 48153 Münster)

Der Schwerpunkt der Vorträge wird auf einer Vorstellung der organisierten Neonazistrukturen in Hamm liegen, jedoch werden wir auch über den lokalen Kreisverband der AfD sprechen. Anschließend gibt es noch Informationen über unsere Demonstration, die am 3. Oktober stattfindet.
Die Demonstration richtet sich gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck, die AfD, geflüchtetenfeindliche Politik und Nazis jedweder Couleur.

Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Mobilisierung

In Hamm wurde für die Demo am 3. Oktober fleißg plakatiert und Flyer verteilt.

Kein Raum für Rechts – Nazistrukturen zerschlagen!

3. Oktober 2017 | 13 Uhr | Luisenstraße | Bahnhof Hamm [Westf.]

Kein Raum für Rechts – Nazistrukturen zerschlagen!

Im Juli versammelten sich in Themar über 6000 Anhänger der rechtsradikalen Szene, darunter mehrere Hammer Neonazis. Es war eines der größten Rechtsrock-Konzerte der vergangenen Jahre – und eine klare Machtdemonstration. Doch dies ist nur der vorläufige Höhepunkt eines anhaltenden Trends. Ermutigt durch den anhaltenden gesellschaftlichen Rechtsruck, treten Neonazis zunehmend selbstbewusster auf. Wie hoch das Gewaltpotential innerhalb der Szene ist, offenbarte sich zuletzt im US-amerikanischen Charlottesville, dort ermordete im August ein Rechtsterrorist die Antifaschistin Heather Heyer. Auch hierzulande nehmen Angriffe auf politische Gegner und all jene, die nicht in das Weltbild der Neonazis passen, seit Jahren zu. Mit dieser Politik der Einschüchterung wollen Neonazis No-Go-Areas, sogenannte “National befreite Zonen”, etablieren. Um dem rechten Terror erfolgreich die Stirn zu bieten, braucht es eine starke Zivilgesellschaft, die rechten Agitatoren entschlossen entgegentritt und der Hetze Einhalt gebietet. Darum rufen wir Euch auf, am dritten Oktober gemeinsam mit uns auf die Straße zu gehen. Wir wollen laut und bunt gegen den anhaltenden Rechtsruck demonstrieren und Nazistrukturen skandalisieren.

Hamm bleibt Nazihochburg
Gerade in Hamm zeigt sich, was passiert, wenn hervorragend vernetzte Neonazis ungestört agieren können. So besuchen beispielsweise Mitglieder der Partei „Die Rechte Kreisverband Hamm“ regelmäßig Konzerte im gesamten Bundesgebiet oder unterstützen Großveranstaltungen, wie zuletzt den Rudolf-Hess-Marsch in Berlin. In Hamm selbst leben die Neonazis ihre rechte Erlebniswelt bei Fußballspielen von Lokalvereinen oder im sogenannten Nationalen Zentrum im Kentroper Weg 18 aus. So fand am 29. April im Kentroper Weg ein Vortrag des mehrfach vorbestraften Nazi-Kaders Dieter Riefling statt. Anschließendem durfte der rechtsextreme Liedermacher und bekennende NSU-Fan FreilichFrei seine menschenverachtenden Stücke zum Besten geben. Solange Freiräume wie der Kentroper Weg existieren, werden in Hamm weiterhin Veranstaltungen stattfinden, die Rassismus sowie Antisemitismus zelebrieren und das Dritte Reich glorifizieren. Deshalb schließt euch am 3. Oktober unserer Demo an. Gemeinsam fordern wir die Schließung des Kentroper Wegs!

Keine Nazidemo in Hamm
Wie im vergangenen Jahr, wird es am 3. Oktober in Hamm keine Neonazi-Demo geben. Ursprünglich sollte die Demonstration am Tag der deutschen Einheit jährlich stattfinden und die verbotene Demonstration zum „Nationalen Antikriegstag“ am 1. September in Dortmund ersetzen. Großspurig hatten die Hammer Neonazis ihre Demonstration für die kommenden zehn Jahre angemeldet. Doch dieses Jahr ist bereits das zweite Jahr in Folge, in dem sie die Demoanmeldung zurückgezogen haben. Unabhängig davon wollen wir als Haekelclub590 am 3. Oktober unsere Inhalte auf die Straße tragen.
Unter dem Motto “Kein Raum für Rechts – Nazistrukturen zerschlagen” wollen wir ein Zeichen gegen rechte Hetze und hiesige Nazistrukturen setzen. Lasst uns gemeinsam für eine offene Gesellschaft ohne Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung einstehen!

Rechte Propaganda in den Parlamenten
Denn rechtes Gedankengut ist längst im Mainstream angelangt. Wie attraktiv rechte Parolen für viele Deutsche sind, zeigen die Prognosen zur Bundestagswahl am 24. September: Mit der Alternative für Deutschland (AfD) wird voraussichtlich eine völkische Partei in den Bundestag einziehen. Die AfD vertritt ein rassistisches Welt- und rückständiges Familienbild sowie eine chauvinistische Sozialpolitik. Sie fordert offen das Ende des Erinnerns an die deutschen Verbrechen während der NS-Zeit, hetzt gegen Geflüchtete und macht dumpfen Nationalismus salonfähig. Wie schnell dieser in offenen Hass umschlägt, lässt sich beinahe täglich beobachten: 25 Jahre nach den Angriffen des rassistischen Mobs auf das Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen brennen in Deutschland wieder Unterkünfte.

Festung Europa
In diesem Klima gesellschaftlicher Verrohung höhlt die Politik das Grundrecht auf Asyl weiter aus und erweitert die Liste der sicheren Herkunftsländer. Vom Optimismus der Willkommenskultur ist wenig geblieben. Stattdessen setzen Deutschland und die EU auf Abschottung und Abschreckung. In Zusammenarbeit mit Diktaturen, Failed States und Unrechtsregimen werden Geflüchtete daran gehindert, den Mittelmeerraum zu erreichen. Die deutsche Bundesregierung plant die militärische Aufrüstung dieser Regime und nimmt damit humanitäre Katastrophen in Kauf. In libyschen Auffanglagern herrschen heute schon schlimmere Zustände als in Ungarn 2015. Folter, Vergewaltigungen und Hinrichtungen sind an der Tagesordnung.

Schau hin, misch dich ein!
Wir wollen nicht länger tatenlos zusehen! Kein Mensch ist illegal. Zeigt eure Solidarität mit Geflüchteten und stellt euch gegen den Rechtsruck. Wir rufen jede*n dazu auf sich uns anzuschließen. Kommt am 3. Oktober um 13 Uhr zum Hauptbahnhof (Luisenstraße) und zeigt, dass ihr keinen Bock auf Neonazis habt – weder auf unseren Straßen noch in unseren Parlamenten!

3.Oktober 2017 | 13 Uhr | Luisenstraße | Bahnhof Hamm [Westf.]

PM: Demonstration verläuft ohne Zwischenfälle – Strafverfahren für Nazis

demo_2016Die Demonstration unter dem Motto „Schluss mit dem Nazischeiss“ verlief friedlich und störungsfrei. Etwa 250 Menschen sind mit uns im Verlauf des 3.Oktober auf die Straße gegangen, um gegen den zunehmenden Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit in Deutschland und Europa, aber auch gegen die lokale Neonazi-Szene zu protestieren. Über die neue Bahnhofsstraße führte die Demonstration durch das Lutherviertel und den Marktplatz zurück zum Hauptbahnhof. Dabei wurden in den Redebeiträgen von den unterstützenden Gruppen ultraviolett*, den Jugendlichen ohne Grenzen, SYM, der Linksjugend [’solid] und der Antifaschistischen Aktion Hamm u.a. die AfD und ihr sexistisches Weltbild, der allgemeine Rechtsruck der Gesellschaft, aber auch der Umgang der Stadtverwaltung mit den Hammer Nazis thematisiert. „Wir sind froh, dass wir so viele Menschen mobilisieren konnten, obwohl in diesem Jahr kein Aufmarsch der Nazis in Hamm stattfand“, betonen die Akteur*innen.

Abseits der Demonstration stehende Neonazis, vor allem aus Hamm, wurden mit Platzverweisen belegt und einige von ihnen außerdem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt.Das die Nazis bewaffnet waren zeigt wiedereinmal wie gewaltbereit die Hammer Szene ist.

An dieser Stelle möchten wir die Kritik der Antifaschistischen Aktion Hamm an der Vorgehensweise von Stadt und Behörden im Rahmen des Rechtsrock-Konzertes am vergangenen Samstag aufgreifen. Auch wir fordern von der Stadt und Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann, sowie vom Vorsitzenden des Schützenvereines Berge-Weetfeld-Freiske, eine Stellungnahme zur Vermietung des Schützenvereins an lokale Neonazis! Wir sehen den Umgang mit dem Konzert als Bewährungsprobe für das jüngst verabschiedete Handlungskonzept und als Chance für OB und Stadt, endlich zu beweisen dass ihnen der Kampf gegen rechte Strukturen ein ernstes Anliegen ist. Sollte das nicht der Fall sein, wäre das ein herber Rückschlag für antirassistisches Engagement in Hamm.

Vielen Dank allen, die sich unserem Protest angeschlossen haben!

Nazikundgebung in Dortmund am 3.Oktober

Liebe Antifaschist*innen,

nach der Demo in Hamm „Schluss mit dem Nazischeiss!“ findet heute in Dortmund um 15 Uhr eine Kundgebung von lokalen Neonazis statt. Wir legen allen, die heute Nachmittag nicht vorhaben in Hamm am „Kulturbunten Norden“ teilzunehmen, ans Herz uns nach Dortmund zu begleiten und den Neonazis weiterhin den Tag zu versauen!

Informationsveranstaltungen am 26. und 27.September

Anlässlich unserer Demonstration “Schluss mit dem Nazischeiss”, finden zwei Informationsveranstaltungen statt: Am 26.September im Nordpol in Dortmund und am 27.September im Parteibüro von Die Linke Hamm. Die Vorträge beginnen jeweils um 19 Uhr.
Die Demonstration richtet sich gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck, die AfD, geflüchtetenfeindliche Politik und Nazis jedweder Coleur.
Ein Schwerpunkt der Vorträge wird darüber hinaus auf einer Vorstellung der Hammer Nazistrukturen liegen.
 
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Schluss mit dem Nazischeiss!

Ob gegen den „Volkstod“, eine vermeintliche „Asylflut“ oder einfach „für die völkische Gemeinschaft“ – in den vergangenen Jahren meldeten Hammer Nazis alljährlich rechte Demos in Hamm an. Der 3.Oktober schien sich als festes Aufmarschdatum zu etablieren; nun wurde die zunächst erfolgte Anmeldung durch die Rechten jedoch zurückgezogen. Ob dies bedeutet, dass Hamm dieses Jahr von dem nazistischen Gefasel verschont wird, bleibt unklar – der Rückzug könnte sich als eine Finte herausstellen.

Ob mit oder ohne die lokalen Nazis, wir als haekelclub590 werden unsere jährlichen Demonstrationen fortführen und unsere Inhalte auf die Straße tragen. Unter dem Motto „Schluss mit dem Nazischeiss“ setzen wir ein Zeichen gegen jede Form der Nazi-Propaganda, des Nationalismus und des Rechtspopulismus, der spätestens seit der sogenannten „Flüchtlingskrise“ wieder großen Anklang findet. Ob AfD, Die Rechte, NPD oder sonstige Hetze, medial oder im echten Leben, Einzelperson, Partei oder Staat – Nazischeiss bleibt Nazischeiss, auch wenn dieser unter dem Deckmantel der Kritik oder der Meinungsfreiheit kommuniziert wird, oder sogar rechtsstaatlich legitimiert umgesetzt wird.

Gerade in Anbetracht des gesellschaftlichen Rechtsrucks der letzten Jahre, ist es notwendiger denn je, sich klar zu positionieren, um rassistischen und rechtspopulistischen Phrasen deutlich und entschlossen entgegen zu treten. Eine Zeit, in der eine angebliche Alternative, die AfD, mit bis über 20% Einzug in Landtage erhält, deren unverhohlener Rassismus statt klar benannt, diskutiert wird, Asylunterkünfte fast täglich angegriffen und Hilfesuchende diskriminiert, beleidigt und verletzt werden, erfordert ein klares Zeichen. Wenn die Bundesregierung im gleichen Atemzug mit einer längst überfälligen Reformierung des Sexualstrafrechts, Asylgesetze verschärft, anstatt eine menschenwürdige Asylpolitik zu betreiben und institutioneller Rassismus immer weiter voranschreitet, ist es unsere Pflicht auf die Straße zu gehen, um zu demonstrieren, dass wir damit nicht einverstanden sind. In ganz Europa finden rechtsradikale Parteien und Gruppierungen Zulauf, an den Grenzen werden Geflüchtete von selbsternannten Grenzwächtern*innen gejagt, während die deutsche Regierung weiterhin Waffenlieferungen in Krisenländer genehmigt und Fluchtursachen somit selbst stützt und aufrechterhält. Kurzum: Es gibt genug Gründe, sich am 3. Oktober unserer Demonstration anzuschließen.

Wir sagen ganz klar NEIN zu jeder Form von Nazischeiss!

Aus diesem Grund, rufen wir jeden Menschen dazu auf, uns am 3. Oktober zu unterstützen, um ein Zeichen gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck, dessen Mitverursacherin die AfD und geflüchtetenfeindliche Politik zu setzen. Lasst uns deutlich machen, dass wir mit der momentanen Situation alles andere als zufrieden sind!

3.Oktober 2016 | 11 Uhr | Willi-Brandt-Platz | Hamm [Westf.]